Antrag: Pfandringe an Müllbehälter anbringen

Für die SPD-Stadtratsfraktion habe ich beantragt, die Verwaltung zu beauftragen, an ausgewählten geeigneten Orten an den Mülleimern Pfandringe anzubringen.

Hier der Wortlaut des Antrags:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,

der Pfandring ist ein hoch funktioneller Zusatz für öffentliche Mülleimer, der bereits ins mehreren Städten erprobt wurde (siehe Artikel in der Allgäuer Zeitung vom 21.05.2014). An vielen Stellen in der Stadt gibt es pfandpflichtige Flaschen und Dosen zu kaufen, allerdings bei eingeschränkten Rückgabemöglichkeiten. Da das Flaschen- und Dosenpfand recht gering ist, gibt es kaum eine Hemmschwelle, die Flaschen und Dosen einfach wegzuwerfen. Im besten Falle landen sie in öffentlichen Mülleimern, oft werden sie achtlos weggeschmissen. Gelangen Glas, Metalle oder Kunstoffe in den Restmüll werden sie, wie bei Restmüll üblich, verbrannt und der Rohstoff, der eigentlich wiederaufbereitet werden kann, geht verloren.

Auch in Kempten sammeln Menschen mit unterschiedlichsten sozialen Hintergründen Pfandflaschen, um sich ein Zubrot zu verdienen, dafür müssen sie in die Mülleimer greifen, in denen sich neben Speiseresten auch Scherben oder Hundekottüten befinden können. Der Pfandring hat sich in vielen Städten als eine Möglichkeit etabliert, die Verwertung des Pfandes zu verbessern und ist auch eine Hilfe für „Pfandsammler". Der Pfandring löst das Problem der Flaschen auf eine geschickte und einfach erweiterbare Weise ohne dabei irgendeine Funktion des Mülleimers zu blockieren. Mit seiner Hilfe können Passanten ihr Pfand so abstellen, dass es weder entsorgt noch mühsam herausgesucht werden muss. Er vermeidet Reinigungs- und Entsorgungsaufwand durch zerbrochene oder in Restmüll gemischte Flaschen und bietet den Passanten die Möglichkeit anstatt unnötigen Müll zu produzieren Unterstützung für Flaschensammler zu leisten, die einfacher und unkomplizierter an das Pfand gelangen und gleichzeitig den Rohstoff wieder in den Kreislauf zurück führen können. Quelle.

Mit freundlichen Grüßen

Katharina Schrader stellv. Fraktionsvorsitzende